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Ernährungstipps für Schwangere

Das Baby im Mutterleib wird über die Plazenta und die Nabelschnur mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Da das Kind jedoch noch sehr klein ist, ist ein Nahrungsbedarf gering. Daher sollte jeder Mutter vermeiden, die doppelte Menge an Lebensmittel zu sich zu nehmen. Besser ist es, eine ausgewogene Ernährung zu bevorzugen, die sich vornehmlich auf Obst und Gemüse stützt. So wird das Kind mit den notwendigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt, die ein optimales Wachstum begünstigen.
So ist der Mehrbedarf an Kalorien in den ersten Wochen kaum höher als vor der Schwangerschaft. So werden ca. 2000 Kalorien pro Tag benötigt, natürlich abhängig von den körperlichen Aktivitäten. Erst ab dem 4.-5. Monat erhöht sich die notwendige Kalorienmenge etwas auf 2.500 pro Tag.
Die Ernährung einer Schwangeren sollte ausgewogen sein, so sollte jede Nahrungsgruppe (Getreideprodukte, Milch, Milchprodukte, Fisch und Fleisch) enthalten sein. Hiervon sollte jeden Tag etwas gegessen werden, wobei auf zuviel Fett verzichtet werden sollte.
Den größten Anteil, etwa 55% der Nahrung, sollten die Kohlehydrate ausmachen. Sie findet man in Brot und Brötchen, aber auch in Kartoffel- und Nudelprodukten.
Auch Fette werden vom Kind für optimales Wachstum benötigt. Dies kann entweder über Butter oder Speiseöle aufgenommen werden, aber auch in Käse und Wurst findet sich Fett. Der Anteil an Fett sollte allerdings pro Tag nicht über 35% der Nahrungsmenge liegen. Hierbei sollte vor allem auf versteckte Fette geachtet werden, die zum Beispiel in Joghurts oder Nüssen zu finden sind.
Der Proteinanteil der Nahrung sollte in etwa bei 10% liegen. Hierzu ist es ratsam, mageren Käse, Fisch und Fleisch zu essen.
Wer sich ausgewogen ernährt und etwa 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag verzehrt, wird sein Kind ausreichend Nährstoffe zufügen.
Einige Mineralien sind jedoch für das Wachstum besonders wichtig und sollten nicht vernachlässigt werden. Hierzu gehört unter anderem die Folsäure. Die Folsäure hilft, das Nervensystem des Kindes aufzubauen. Ein Mangel kann schwerwiegende Folgen (offener Rücken) haben. Sie findet man fast ausschließlich in grünem Salat, Reis oder Kalbsleber. Schwangere, die diese Nahrungsmittel nicht mögen, sollten die Folsäure über Tabletten zuführen. Hierzu stehen verschiedene Präparate zur Verfügung, die vom Frauenarzt verschrieben werden können.
Auch Eisen wird während der Schwangerschaft in größeren Mengen benötigt. Es hilft, die Blutbildung zu fördern, sowohl beim Kind als auch bei der Mutter. Eisen ist vorwiegend in Gemüse, zum Beispiel in Broccoli und Spinat enthalten, man findet es aber auch in Getreideprodukten oder Müsli. Hierbei sollte man darauf achten, dass zum Beispiel Kaffee die Aufnahme von Eisen behindern kann. Frauen mit Eisenmangel sollten daher auf Kaffee verzichten.
Um Schädigungen des Kindes zu vermeiden, sollte in der Schwangerschaft auf Lebensmittel verzichtet werden, die hohe Mengen an Vitamin A aufweisen, wie zum Beispiel Leber oder Leberpastete.
Während einer Schwangerschaft ist Zunehmen wichtig, denn das Kind muss sich ausreichend entwickeln können. Durchschnittlich nehmen Frauen zwischen 10-12 Kilo zu. Hierbei entfallen ca. 3,5 Kilo auf das Kind, Gebärmutter und Plazenta wiegen nochmals 1,5 Kilo. Der Rest sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, die erhöhte Blutmenge und Fettdepots, die vor allem für das Stillen nach der Geburt benötigt werden. Wer eine starke Gewichtszunahme verzeichnet, sollte mit dem Frauenarzt sprechen, denn hier kann es zu Flüssigkeitseinlagerungen kommen, die gefährlich werden können.
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