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Ein Schreibaby - was Eltern tun können

Nicht immer erfüllen sich die Hoffnungen von einem süßen Baby, dass Mama und Papa ständig anlächelt und für Freude sorgt. Gerade in den ersten paar Wochen und Monaten fällt es einigen Babys sehr schwer mit dem Leben außerhalb der Gebärmutter zu recht zu kommen. Diese Babys scheinen nie zufrieden zu sein und sind ständig quengelig oder weinen auch wenn all ihre Bedürfnisse befriedigt wurden und das Baby somit weder Hunger, eine volle Windel oder einen anderen erklärbaren körperlichen Grund hat.
Von einem Schreibaby sprechen Experten dann, wenn ein Kind mehr als 3 Stunden täglich, mehr als drei Tagen pro Woche über einen Zeitraum von länger als 3 Wochen schreit und körperliche Ursachen wie Schmerzen, Hunger oder ein anderes unbefriedigtes Bedürfnis erkennbar sind.
Doch was tun, wenn das Baby einfach nicht aufhören will zu schreien? Viele Eltern sind nach einer kurzen Zeit sehr verzweifelt und niedergeschlagen, von Müdigkeit, weil das Baby auch nicht schlafen will kaum zu sprechen. Es kommen manchmal Selbstzweifel hinzu, dass das Kind aufgrund von eigenem Fehlverhalten schreit.
Ob es sich wirklich um ein Schreibaby handelt sollte unbedingt beim Kinderarzt abgeklärt werden, denn eine körperliche Ursache sollte unbedingt ausgeschlossen werden. Viele Babys haben in den ersten Lebenswochen und Monaten Bauchschmerzen aufgrund eines noch unreifen Verdauungssystems. Hier helfen Bauchmassagen, Medikamente zum Auflösen von Blähungen und Wärmeanwendungen mit Hilfe eines Kirschkernkissens. Lassen sich die Schmerzen nicht beseitigen und das Baby weint weiter, dann bleibt Eltern oft nichts anderes übrig, als es am Körper zu tragen, denn auch die Nähe der Mutter oder des Vaters tragen dazu bei, dass sich das Baby geborgen fühlt und durch die leicht schaukelnden Bewegungen von Mutter und Vater lösen sich oft Blähungen von allein.
Handelt es sich bei einem Baby aber tatsächlich um ein Schreibaby, oder besser gesagt um ein Baby mit erhöhten Bedürfnissen, dazu zählt auch das Nähebedürfnis, so können Eltern versuchen, das Baby stets am eigenen Körper mit sich zu tragen. Dazu eignen sich spezielle Tragehilfen, die das Baby sicher an den Körper der Eltern binden, den Eltern aber trotzdem die nötige Freiheit geben. Manche Babys sind dann zufrieden und weinen kaum noch oder gar nicht wenn sie ständig bei Mutter oder Vater am Körper getragen werden. Für Neugeborene in den ersten Lebenswochen eignen sich Tragetücher am besten um das Kind zu tragen. Später gibt es auch andere Tragehilfen, die gute Dienste leisten. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Körperhaltung die das Kind in den Tragehilfen einnimmt, seine gesunde Entwicklung nicht stört. Denn einige Tragehilfen gewährleisten keine anatomisch korrekte Spreiz-Anhock-Haltung der Babybeine, was schädlich für die Entwicklung der Hüfte ist. Informationen hierzu finden Sie im Internet oder im Fachhandel.
Erleichtern Sie also ihrem Schreibaby den Weg in die Welt, indem sie es in der Anfangszeit so oft wie möglich bei sich tragen, vielleicht auch nachts wenn es sie nicht stört. Immerhin war es im Mutterleib 9 Monate ununterbrochen in Bewegung, und in Ihrer Nähe. Von einem Moment zum anderen ist es dann draußen in der Welt wo oft eine Unmenge an neuen Reizen auf Ihr Baby einwirken. Manche Kinder sind so sensibel, dass sie einfach verstärkt darauf reagieren und dies durch Schreien ausdrücken.
Auf keinen Fall aber sollten Sie ihr Baby schreien lassen und darauf warten, dass es irgendwann von allein aufhört zu weinen, was früher oft üblich war. Ein Baby drückt durch sein Weinen Bedürfnisse aus, die es zu befriedigen gilt, dazu sind wir Eltern da. Halten Sie also durch und sagen sich, es ist nur eine Phase und geht vorüber. Und mir einer Tragehilfe können Sie ihr Baby bequem bei sich tragen und ihm die nötige Geborgenheit geben. Auch wenn das Schreien dadurch nicht aufhört, so spürt ihr Baby doch, dass es nicht allein ist, sondern dass Sie für es da sind.
Lassen Sie sich auf alle Fälle von anderen Eltern nicht verunsichern, dass Sie etwas falsch machen und glauben Sie keinen Belehrungen über das Verwöhnen eines Babys. Babys in diesem Alter kann man auf keinen Fall verwöhnen. Ihr Baby zeigt Ihnen was es braucht, auch wenn dies in den ersten Lebensmonaten mit viel Weinen einhergeht.
Mit spätestens einem halben bis einem Jahr hören die meisten Babys auf zu schreien und werden zufriedener. Ausserdem können sie sich immer besser verständlich machen, so dass das Schreien zunehmend weniger wird.
Und keine Angst vor noch einem Kind, es muss nicht sein, dass das nächste Kind auch wieder ein Schreibaby wird.
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